{"id":386,"date":"2018-03-07T19:35:47","date_gmt":"2018-03-07T18:35:47","guid":{"rendered":"http:\/\/ioer.org\/?p=386"},"modified":"2018-03-07T19:42:01","modified_gmt":"2018-03-07T18:42:01","slug":"von-nobillag-zur-naechsten-deutschen-beitragsdebatte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioer.org\/?p=386","title":{"rendered":"Von NoBillag zur n\u00e4chsten deutschen Beitragsdebatte"},"content":{"rendered":"<p>Die Wahlberechtigten der Schweiz haben entschieden: Der dortige Rundfunkbeitrag wird beibehalten, dabei jedoch gleichwohl von 450 auf 365 sfr. gek\u00fcrzt. Die Schweizer Debatte dauerte etwa ein halbes Jahr und wurde sehr intensiv gef\u00fchrt, wobei sich die Stimmung der Bev\u00f6lkerung zunehmend drehte.<\/p>\n<p>Eine <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/das-altpapier-368.html\">Sonderausgabe von \u201eAltpapier\u201c<\/a>, eine Rubrik des Medienmagazins 360G, das der Mitteldeutsche Rundfunk online betreibt, gibt einen sch\u00f6nen \u00dcberblick \u00fcber die Reaktionen in der Schweiz und auch in Deutschland.<\/p>\n<p>Zu den notwendigen Konsequenzen in Deutschland wird die Diskussion weitergef\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2018-03\/rundfunkgebuehren-oeffentlich-rechtliche-no-billag-deutschland\/komplettansicht\">Ren\u00e9 Marten entwickelt in der ZEIT<\/a> ausf\u00fchrliche Gedanken dazu. Ein beruhigendes Signal geht f\u00fcr ihn von der Schweizer Entscheidung nicht aus.<\/p>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/it-medien\/medienkommissar\/der-medien-kommissar-klare-botschaft-aus-der-schweiz-fuer-ard-und-zdf\/21036216.html\">Handelsblatt-Autor Hans-Peter Siebenhaar<\/a> formuliert ungewohnt sachlich, worum es in der politischen Debatte in Deutschland gehen solle: \u201eum die Suche nach den inhaltlich und wirtschaftlich besten L\u00f6sungen, wie der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk im digitalen Zeitalter so modernisiert werden kann, damit er seinen Auftrag nach Information, Bildung, Kultur und anspruchsvoller Unterhaltung mit der dringenden Notwendigkeit eines effektiven, sparsamen Medienunternehmens verbinden kann.\u201c<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste gr\u00f6\u00dfere Debatte um den deutschen Rundfunkbeitrag ist ohnehin unausweichlich. Der KEF-Vorsitzende <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/03\/06\/kef-chef-bringt-erhoehung-des-rundfunkbeitrags-fuer-ard-und-zdf-um-170-euro-in-die-diskussion\/amp\/?__twitter_impression=true\">Fischer-Heidlberger erl\u00e4utert<\/a> in einem Interview sehr klar, dass f\u00fcr 2021 eine Beitragserh\u00f6hung um 1,70 \u20ac von der KEF empfohlen werden m\u00fcsse, wenn nicht rechtzeitig, schon im Jahr 2019 ein ver\u00e4nderter Rundfunkauftrag von den L\u00e4ndern formuliert w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Es ist offenkundig, dass es nicht nur um die Finanzierung gehen kann, sondern um Innovationen gehen muss, wenn die Akzeptanz des beitragsfinanzierten Rundfunks erhalten werden soll. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2018-03\/rundfunkgebuehren-oeffentlich-rechtlich-reformen\/komplettansicht\">Markus Heidmeier<\/a> spitzt das in einem ZEIT-Beitrag zu:<\/p>\n<blockquote><p>Der Auftrag \u00f6ffentlich-rechtlicher Medien ist in den vergangenen Jahrzehnten identisch geworden mit der Sicherung des Systems, das diesen Auftrag wahrnimmt: Wir brauchen sie, deshalb muss alles beim Alten bleiben.<\/p><\/blockquote>\n<p>In der Zwischenzeit geht es um die Formulierung eines angemessenen Telemedienauftrags f\u00fcr ARD und ZDF. Ein neuer Referentenentwurf scheint zumindest eine sprachliche Wende einzuleiten, indem dort das Wort \u201ePresse\u00e4hnlichkeit\u201c vermieden wird. Heftige Reaktionen der <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6936\/3880140\">Zeitungsverleger<\/a> und des Medienredakteurs der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/laender-gestatten-ard-und-zdf-grenzenlose-expansion-15479436.html\">FAZ, Michael Hanfeld,<\/a> erschienen bereits vor der Ver\u00f6ffentlichung des Entwurfs.<\/p>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/www.medienpolitik.net\/2018\/02\/rundfunk-zankapfel-presseaehnlichkeit\/\">Justiziar des NDR, Michael K\u00fchn<\/a>, erl\u00e4utert in einem sachlichen Beitrag zum Thema der Presse\u00e4hnlichkeit, dass Online-Journalismus (zumal er weitgehend auf Smartphones genutzt wird) ohne Text nicht vorstellbar ist. Die Situation der Presseverlage ist durchaus schwieriger geworden, da ihre wachsenden Online-Einnahmen die Verluste aus dem Printgesch\u00e4ft nicht ausgleichen. Zudem gibt es Online neben den Verlagen und dem Rundfunk noch andere Nachrichten-Anbieter, die zum Teil recht erfolgreich agieren. Die ARD hatte zur Wettbewerbssituation auf dem Informationsmarkt eine <a href=\"http:\/\/www.ard.de\/download\/4185674\/Wettbewerbssituation_im_Online_Informationsmarkt_in_Deutschland_.pdf\">Studie des Medienforschungsunternehmens Goldmedia<\/a> beauftragt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wahlberechtigten der Schweiz haben entschieden: Der dortige Rundfunkbeitrag wird beibehalten, dabei jedoch gleichwohl von 450 auf 365 sfr. gek\u00fcrzt. Die Schweizer Debatte dauerte etwa ein halbes Jahr und wurde sehr intensiv gef\u00fchrt, wobei sich die Stimmung der Bev\u00f6lkerung zunehmend drehte. Eine Sonderausgabe von \u201eAltpapier\u201c, eine Rubrik des Medienmagazins 360G, das der Mitteldeutsche Rundfunk online betreibt, gibt einen sch\u00f6nen \u00dcberblick \u00fcber die Reaktionen in der Schweiz und auch in Deutschland. Zu den notwendigen Konsequenzen in Deutschland wird die Diskussion weitergef\u00fchrt. Ren\u00e9 Marten entwickelt in der ZEIT ausf\u00fchrliche Gedanken dazu. Ein beruhigendes Signal geht f\u00fcr ihn von der Schweizer Entscheidung nicht aus. Der Handelsblatt-Autor Hans-Peter Siebenhaar<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/ioer.org\/?p=386\">WEITER \u261e<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["entry","author-horcrux","post-386","post","type-post","status-publish","format-standard","category-bericht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ioer.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ioer.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ioer.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ioer.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ioer.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=386"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/ioer.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/386\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":392,"href":"https:\/\/ioer.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/386\/revisions\/392"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ioer.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ioer.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ioer.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}