… und wie der Schweizer Rundfunk damit umgeht. Das konnten Mitglieder und Freunde des ÖRR von Dr. Christian Vogg, Chief Data Officer der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), erfahren. Vogg machte in seinem Vortrag klar, dass ein Mediensystem demokratieförderlich oder demokratieschädlich sein könne und dass die Demokratie auf die Glaubwürdigkeit und auf das Vertrauen der Bürger in die Medien angewiesen sei.

So lautet der Titel eines medienpolitischen Symposiums, zu dem der Initiativkreis öffentlich-rechtlicher Rundfunk (IÖR) am 26. November 2019 nach Köln einlädt.

Negative Entwicklungen im Internet stehen derzeit im Fokus öffentlicher Diskussion: Algorithmen, die uns und möglicherweise demokratische Wahlen manipulieren, Fake News, die sich schneller verbreiten als die wahren Tatsachen oder die Verrohung der Sprache durch Hasskommentare und Beleidigungen von Politkern und Prominenten.

Aber sind diese Erscheinungen möglicherweise nur Symptome einer Entwicklung, die wesentlich tiefere Ursachen hat?

Der IÖR hat angesehene und kompetente Persönlichkeiten gebeten, dieser Frage nachzugehen und insbesondere folgende Aspekte näher zu beleuchten:

Haben die negativen Entwicklungen im Internet strukturelle Ursachen?

Sind die Systeme der großen Internetkonzerne überhaupt noch beherrschbar? (Das Video des Christchurch-Attentäters z.B. verbreitete sich so schnell, dass es nicht mehr vollständig gelöscht werden konnte.)

Was bedeutet es für eine demokratische Gesellschaft, wenn ökonomische Interessen der großen Internetkonzerne bestimmenden Einfluss darauf nehmen können, welche Informationen der Einzelne bekommt und welche Themen in der Gesellschaft diskutiert werden?

Wie kann der gemeinwohlorientierte öffentlich-rechtliche Rundfunk der Gefahr einer Ökonomisierung der gesellschaftlichen Kommunikation entgegenwirken und seinem vom Grundgesetz aufgegebenen Auftrag gerecht werden, die Vielfalt der Meinungen in der Demokratie angemessen und wahrhaft auch im Internet zur Geltung zu bringen, damit die Voraussetzungen demokratischer Willensbildung erhalten bleiben?

Impulsvorträge hierzu halten Prof. Dr. Armin Grunwald, Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) Karlsruhe und Leiter des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) sowie Dr. Klaus Unterberger, Leiter des Public-Value-Kompetenzzentrums des österreichischen Rundfunks (ORF).

Mit den beiden Referenten werden diskutieren Dr. Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs und Team-Mitglied der Internetplattform netzpolitik.org, Florian Hager, Programmgeschäftsführer von „funk“, dem Online Medienangebot und Content-Netzwerk der ARD und des ZDF für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 29 Jahren sowie der Medienrechtler Prof. Dr. Dieter Dörr von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Die Diskussion moderiert die freie Journalistin Brigitte Baetz.

Ort der Veranstaltung: Stadtbibliothek Köln, Josef-Haubrich-Hof 1 50676 Köln (Nähe Neumarkt)
Datum: 26. November 2019
Beginn: 13.00 Uhr

Download des Einladungs-Flyers (PDF 2 MB)

Ein Symposion des Initiativkreises Öffentlicher Rundfunk Köln,

unter Mitwirkung des Deutschen Kulturrats und der Deutschen UNESCO-Kommission und mit Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz.

Mittwoch, den 26. Januar 2005, 10.15 – 17.15 Uhr im Maternushaus, Tagungszentrum des Erzbistums Köln, Kardinal-Frings-Str. 1-3, 50668 Köln

Programm Tagungsband

Ein Symposion des Kölner Initiativkreises zur Förderung des öffentlichen Rundfunks,

unter Mitwirkung des Rundfunkrats des WDR und mit Unterstützung des FFFZ der Evangelischen Kirche im Rheinland

Mittwoch, den 22. Januar 2003, 10.00 – 17.00 Uhr

„FFFZ – Film Funk Fernseh Zentrum“ der Evangelischen Kirche im Rheinland, Kaiserswerther Str. 450, D-40474 Düsseldorf

Programm Texte